Autismus in der Schule : Integrative Massnahmen und ihr Einfluss auf den Schulerfolg
Im Schweizer Schulsystem gibt es viele klar geregelte Abläufe und Strukturen. Dies kann Orientierung bieten, gleichzeitig aber auch Menschen benachteiligen, die anders wahrnehmen, arbeiten und denken als die Norm in der Gesellschaft. Besonders neurodivergente Jugendliche, beispielsweise solche im Autismus-Spektrum, stehen vor Herausforderungen in der Volksschule. Ziel der nachfolgenden Arbeit ist es, herauszufinden, wie diese Perso nen in eine Sekundarschulklasse integriert und ihren Bedürfnissen entsprechend unterstützt werden können. Im Rahmen dieser Arbeit werden folgende Fragestellungen untersucht: Wie wirken sich integrative Massnahmen auf den Schulerfolg und das persönliche Erleben von autistischen Personen in der ersten Sekundarstufe aus? Welche Massnahmen sind umsetzbar und welche sind wünschenswert? Um diese zu beantworten, wurde nach einer umfassenden Literaturrecherche eine qualitative Befragung mit neun Personen durchgeführt, welche im Prozess der Integration autistischer Schülerinnen und Schüler unterschiedli che Rollen einnehmen. Die Resultate wurden in einer Broschüre zusammengefasst. Diese soll als Hilfestellung für Lehrpersonen, sowie für Betroffene und deren Umfeld dienen. Die Anliegen der Befragten an das Schulsystem sind sehr individuell, zeigen aber auch Gemeinsamkeiten auf. Bei spielsweise der Wunsch nach Integration in Klasse und Gesellschaft sowie spezifischen Hilfestellungen. Die Schule und das Umfeld haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die zukünftige berufliche Tätigkeit, aber auch auf die soziale Teilhabe der Betroffenen. Das Bereitstellen von unterstützenden Massnahmen und das Lernen von den Betroffenen resultieren für die gesamte Gesellschaft in einem Gewinn, weshalb die Thematik eine hohe Priorität besitzt.
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