Analyse der Wochenberichte eines Kindes der Unterstufe
Die vorliegende Bachelorarbeit ist im Rahmen des Forschungsprojekts «Sprachprodukte sammeln» entstanden und widmet sich der Frage: Welche Merkmale kennzeichnen einen Bericht und inwiefern lassen sich diese in den Wochenberichten eines Kindes identifizieren? Im Zentrum steht eine qualitative Einzelfallanalyse, bei der die Wochenberichte eines Kindes über die ersten drei Schuljahre hinweg systematisch untersucht werden. Die Grundlage der Analyse bilden theoriebasiert erarbeitete Merkmale von Berichten, insbesondere die sieben W-Fragen (Wann? Wo? Wer? Was? Wie? Warum? Welche Folgen?). Anhand dieser Kriterien wurden die Wochenberichte systematisch analysiert und die Ergebnisse in einer Excel-Tabelle dokumentiert. In der Auswertung der Daten wird sichtbar, dass sich die Anzahl der beantworteten W-Fragen in den drei Jahren stark variiert. Die Entwicklung von der ersten Klasse, in der hauptsächlich die Fragen wer? und was? beantwortet werden, bis zum Stand der dritten Klasse, in welcher die Fragen nach dem wann? wo? wer? und was? systematisch beantwortet werden, zeigt eine signifikante Veränderung in den Wochenberichten. Die Ergebnisse verweisen auf eine Forschungslücke im Bereich der Wochenberichte. Es gibt bislang keine Theorie, die sich mit dem Nutzen und der Relevanz von Wochenberichten im Unterstufenalter beschäftigt. Aus der Arbeit lassen sich konkrete Implikationen für die Unterrichtspraxis sowie Perspektiven für weiterführende Forschung ableiten.