Entwicklung der Schreibkompetenzen eines Kindes - Eine empirische Analyse im Kontext des Lehrplans 21 mit Einbezug von Valtins Stufenmodell : Projekt "Sprachprodukte sammeln"
Diese Bachelorarbeit untersucht die Entwicklung der Schreibkompetenz eines Kindes über die ersten drei Jahre der Unterstufe und setzt diese in Bezug zu den Anforderungen des Lehrplans 21. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, inwiefern sich die schriftsprachlichen Fähigkeiten eines Kindes zwischen der 1. Klasse (2021) und der 3. Klasse (2023) verändert haben und ob diese Entwicklung mit den im Lehrplan definierten Zielen übereinstimmt. Zur Beantwortung der Fragestellung wurden sechs Kindertexte qualitativ analysiert. Die Untersuchung orientiert sich am Stufenmodell des Schriftspracherwerbs nach Renate Valtin sowie an relevanten Kompetenzbereichen des Lehrplans 21. Die Ergebnisse zeigen eine kontinuierliche Entwicklung der Schreibfertigkeiten, aber auch individuelle Herausforderungen, insbesondere in der sicheren Anwendung orthografischer Regeln. Die Arbeit leitet daraus Erkenntnisse für die gezielte Förderung der Schreibkompetenz in der Unterstufe ab. Eine zentrale Erkenntnis ist, dass die Förderung der Schreibkompetenz über die Vermittlung grundlegender Fertigkeiten hinausgehen sollte. Besonders die Entwicklung komplexerer Satzstrukturen und ein sicheres orthografisches Verständnis sind entscheidend für den Schreiblernprozess. Differenzierte Fördermassnahmen und individualisierte Übungsformate ermöglichen es, gezielt auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Gleichzeitig zeigt sich, dass kontinuierliche, konstruktive Rückmeldungen im Unterricht eine wesentliche Rolle dabei spielen, Schreibstrategien zu festigen und die schriftliche Ausdrucksfähigkeit nachhaltig zu verbessern.