Bildung in der Nachkriegszeit : Bildungsprozesse bei Flüchtlingen und Vertriebenen vor dem Hintergrund der Migrationsbewegungen

In der vorliegenden Masterarbeit wird der Frage nachgegangen, wie Menschen mit Fluchterlebnissen oder Vertreibung in der Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs Bildungsprozesse durchliefen. Dazu wurde zunächst der historische Hintergrund anhand von Literatur erarbeitet. Das Ende des Krieges und dessen Auswirkungen auf die Nachkriegszeit wurden beschrieben und Fluchtbewegungen in Ostmitteleuropa aufgezeigt. Integration in den Besatzungszonen sowie die Situation im Bildungswesen wurden thematisiert, als auch die Lage im Raum Konstanz. Im Vergleich zu den historischen Informationen stehen vier als Erzählungen dokumentierte Einzelschicksale. Daraus wurden Fallrekonstruktionen erarbeitet. Vergleichend wurden Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten herausgearbeitet und mit der Literatur in Verbindung gesetzt. Insgesamt zeigt sich bei allen ein Bestreben, trotz der Kriegsumstände, durch Eigeninitiative und Fleiss, in Schule und Ausbildung, etwas in ihrem Leben zu erreichen. Alle Interviews zeigen auf, dass sich Bildung und Bindungen positiv auf die individuellen Lebenswege auswirkten und die Befragten sich alle trotz des Verlusts der Heimat eine neue Lebensgrundlage schaffen konnten. Diese Zeitzeugenberichte sowie die Erkenntnisse dieser Arbeit sollen Menschen einen Einblick in die damalige Zeit und einen Perspektivenwechsel ermöglichen, und dadurch die Möglichkeit haben, ihr Verständnis für aktuelle Zeitgeschehen zu erweitern.

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