Nachhaltiges Lernen fördern : Eine Gegenüberstellung von neurodidaktischen Prinzipien und dem PADUA-Modell

In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, inwiefern neurodidaktische Prinzipien mit den Phasen des Lernprozesses übereinstimmen, wie sie im PADUA-Modell von Hans Aebli beschrieben werden. Ausgangspunkt sind die zentralen Lernprozesse, welche auf Grundlage des Kognitivismus und Konstruktivismus verortet werden. Die Grundlagen werden durch Erkenntnisse über das Langzeitgedächtnis, kognitive Aktivierung und den Einfluss von Emotionen ergänzt. Im Zentrum dieser Arbeit stehen die zwölf neurodidaktischen Prinzipien und die fünf Phasen des PADUA-Modells. Die Ausarbeitungen zeigen, dass sich die neurodidaktischen Prinzipien mit den Grundannahmen des PADUA-Modells in Verbindung bringen lassen. So etwa die Rolle der Emotionen, soziales Lernen oder die Bedeutung von Aufmerksamkeit. Auch lassen sich im PADUA-Modell kognitive und konstruktivistische Denkweisen wiederfinden, welche ebenfalls auf die Neurodidaktik übertragen werden können. Zudem wurde deutlich, dass die Neurodidaktik bislang Grenzen hinsichtlich ihrer Methodik aufweist. In der Literatur wird kritisiert, dass viele Aussagen lediglich bekannte Konzepte aus den Erziehungswissenschaften neu benennen (vgl. Herrmann, 2009, S. 8). Es lässt sich festhalten, dass neurodidaktische Erkenntnisse zentrale Annahmen des PADUA-Modells stützen können. Der Mehrwert der Neurodidaktik liegt insbesondere in der Verbindung der neurowissenschaftlichen Perspektive mit der didaktischen Handlungsempfehlungen (vgl. Folta-Schoofs & Ostermann, 2019, S. 23 f.). Jedoch ist weitere Forschung notwendig, um die Theorien empirisch zu überprüfen und somit die praktische Relevanz differenziert zu beurteilen.

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