Lernmotivation durch Autonomieförderung : Selbstberichtete Praxen von Lehrpersonen zur Förderung der Selbstwirksamkeit im alltäglichen Primarschulunterricht

Diese Arbeit ist Teil einer Clustergruppe von Arbeiten zum Thema der Motivationsförderung in der Primarschule. In der Clustergruppe wurden drei verschiedene Bereiche der Motivationsförderung fokussiert: die Soziale Eingebundenheit, das Kompetenzerleben und die Autonomieförderung. In dieser Arbeit wurde untersucht, was Lehrpersonen der Mittelstufe über Autonomieförderung im alltäglichen Unterricht berichten. Die Fragestellung lautet: «Welche Formen der Autonomieförderung berichten Lehrpersonen mit Blick auf ihren alltäglichen Unterricht?“ 65 Datensätze der Längsschnittstudie LeMoS-MST (Dinkelmann, 2018- 2024) wurden ausgewertet. Die Auswertung erfolgte mittels eines Kodierleitfadens der Kategorie a priori, auch deduktiver Kodierleitfaden genannt (Kuckartz & Rädicker, 2022). Dieser Wurde vor dem Lesen der Daten aus der Theorie heraus erstellt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Lehrpersonen unterschiedliche Formen der Autonomieförderung, wie sie in der Literatur beschrieben werden, in ihrem Unterricht anwenden. Die Ergebnisse zeigten, dass die Lehrpersonen der vorliegenden Längsschnittstudie insgesamt eine Bandbreite von verschiedenen Massnahmen der Theorie abdeckten, dabei jedoch pro Person jeweils nur eine Auswahl dieser Massnahmen genannt wurden. Offen ist, ob die Bandbreite den Personen unbekannt war oder ob sie sich bei der Umsetzung auf einige wenige Massnahmen spezialisierten. Auch bleibt unklar, ob einige Massnahmen einen signifikant nachhaltigeren Einfluss auf das Autonomieerleben und die Motivation der Lernenden haben und ob die Art der Kombination einzelner Massnahmen einen Effekt hat.

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