Lob, Tadel und Attributionen im Klassenzimmer - Selbstberichtete Praxen von Lehrpersonen : Themencluster Motivationsförderung auf der Primarstufe

In dieser Bachelorarbeit wird untersucht welche Ursachenzuschreibungen Lehrpersonen im Kontext der Lern- und Leistungsmotivation ihrer Schülerinnen und Schüler nennen und ob sie Reattributionstechniken wie Kommentierungs- und Modellierungstechniken kennen und einsetzen Weiter geht es darum herauszufinden inwiefern Lehrpersonen Lob und Tadel zur Förderung der Motivation nutzen und ob sie dabei auf zentrale Merkmale wirksamen Lobs achten Um auf diese Fragestellungen eine Antwort zu finden wurde zunächst die Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan 1993 Ryan und Deci 2000 2002 2009 vertieft um die Bedeutung von Autonomie Kompetenzerleben und sozialer Eingebundenheit zu verstehen Anschliessend wurde die Attributionstheorie von Weiner 2010 eingehend behandelt um zu untersuchen wie Schülerinnen und Schüler ihre Erfolge und Misserfolge erklären und welche Auswirkungen diese Erklärungen auf die Motivation haben Ergänzend dazu wurde auf die paradoxen Effekte von Lob und Tadel eingegangen um zu analysieren inwieweit diese Rückmeldungsformen die Lern- und Leistungsmotivation von Schülerinnen und Schülern beeinflussen können Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Befragung von 65 Lehrpersonen Dinkelmann 2018 die durch deduktive Inhaltsanalyse ausgewertet wurde Die Ergebnisse bieten einen vertieften Einblick dass Lehrpersonen Attributionen primär als Mittel zur Ursachenzuschreibung verwenden anstatt diese zur Förderung der Lern- und Leistungsmotivation einzusetzen Lob wird häufig verwendet jedoch ohne Beachtung der drei förderlichen Faktoren Die Arbeit und deren Ergebnisse sollten nicht isoliert betrachtet werden sondern sind im Kontext des gesamten Themenclusters zu verstehen das aus vier Arbeiten zum Thema Motivationsförderung auf der Primarschule besteht.

 

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