Künstliche Intelligenz im Klassenzimmer : Erfahrungen und Einschätzungen von Primarlehrpersonen im Zyklus 2
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Wahrnehmung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) im schulischen Kontext durch Primarlehrpersonen des Zyklus 2. Diese haben bereits praktische Erfahrungen mit KI gesammelt. Ziel war es, herauszufinden, welche konkreten Einsatzmöglichkeiten die Lehrpersonen als besonders sinnvoll eingeschätzt haben. Zur qualitativen Untersuchung wurden sieben Lehrpersonen mittels leitfadengestützter Interviews befragt. Die Auswertung erfolgte induktiv anhand der zusammenfassenden Inhaltsanalyse. Die Ergebnisse zeigen, dass KI vor allem zur Ideenfindung, zur Unterrichtsvorbereitung, zur Textverarbeitung und zur Differenzierung von Lernmaterialien eingesetzt wird. Es wurden Funktionen wie das Vereinfachen, Umformulieren und Generieren von Texten sowie Bildinhalte hervorgehoben. Der Einsatz konzentriert sich derzeit hauptsächlich auf administrative Tätigkeiten und Vorbereitungsprozesse, wobei das Potenzial für den direkten Unterrichtseinsatz noch selten genutzt wird. Lehrpersonen sehen sowohl Chancen als auch Herausforderungen wie fehlende Richtlinien und die Notwendigkeit eines reflektierten Umgangs mit KI. Die Arbeit liefert praxisnahe Erkenntnisse zur schulischen Integration von KI und unterstreicht den Bedarf an fachspezifischer Weiterbildung und pädagogischen Rahmenbedingungen.