Künstliche Intelligenz im Schulalltag – Ein bewusster Einsatz von KI von Primarlehrpersonen : Warum Primarlehrpersonen im Zyklus 2 Künstliche Intelligenz im Schulalltag bisher einsetzen
Diese qualitative Arbeit untersucht, warum Lehrpersonen im Zyklus 2 der Primarschule Künstliche Intelligenz (KI) im Schulalltag bisher einsetzen. Die zentrale Forschungsfrage wird durch drei Subfragestellungen systematisch und differenziert untersucht: Welche Absichten haben Lehrkräfte in der Primarschule im Zyklus 2 mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht mit den Kindern? Welche Kompetenzen sollten aus Sicht einer Lehrkraft der Primarschule im Zyklus 2 essenziell im Bereich Künstlicher Intelligenz mit den Kindern erworben werden? Welche Regeln gibt die Lehrkraft den Schülerinnen und Schülern beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unterricht vor? Im Rahmen dieser Arbeit werden sieben Lehrkräfte im Zyklus 2 mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung, die KI bereits im Unterricht eingesetzt haben, interviewt. Die Interviews wurden mithilfe eines halbstrukturierten Leitfadens geführt, transkribiert und mittels einer strukturierten Inhaltsanalyse sowohl deduktiv als auch induktiv codiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Lehrkräfte KI bisher vor allem zur Vermittlung von Medienkompetenz einsetzen, um die Kinder zu einem kritischen, reflektierten Umgang mit dieser Technologie zu sensibilisieren. Der Fokus im Einsatz von KI im Unterricht liegt auf einem grundlegenden Verständnis der Funktionsweise von KI, ihren Chancen und Risiken, sowie dem Datenschutz. Die praktische Nutzung von KI im Unterricht wird derzeit noch zurückhaltend gehandhabt. Die praktische Auseinandersetzung erfolgt vorwiegend durch spielerischen Zugang. Das wesentliche Ziel in der Primarstufe ist es, aus Sicht der befragten Lehrpersonen, ein grundlegendes Verständnis für KI zu schaffen, um eine vertiefte Auseinandersetzung und einen reflektierten Umgang mit der Technologie in höheren Schulstufen oder im späteren Berufsleben zu ermöglichen.