KI im Schulkontext : In welchem Teilbereich des Schulalltags sollte aus Sicht einer Primarlehrperson des Zyklus 2 bewusst auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verzichtet werden?

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, in welchen Teilbereichen des Schulalltags aus Sicht von Primarlehrpersonen des Zyklus 2 bewusst auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verzichtet werden sollte. Ausgangspunkt bildet die zunehmende gesellschaftliche und bildungspolitische Relevanz von KI, insbesondere seit der Veröffentlichung von ChatGPT, sowie der damit einhergehende Bedarf nach pädagogischer Orientierung. Während KI im schulischen Kontext Chancen wie individualisierte Lernprozesse eröffnet, werfen ihr Einsatz auch ethische, rechtliche und didaktische Fragestellungen auf. Im Rahmen einer qualitativen Erhebung wurden sieben Lehrpersonen mittels halbstrukturierter Leitfadeninterviews befragt. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse. Das Ziel war, zentrale Wahrnehmungen und Einschätzungen der Lehrpersonen zu erfassen und diese in thematische Kategorien einzuordnen. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass Lehrpersonen insbesondere, im Bereich der Grundkompetenzvermittlung (Lesen, Schreiben, Rechnen), sowie bei Aufgaben, welche eigenständiges Denken oder soziale Interaktion erfordern, einen bewussten Verzicht auf KI befürworten. Insbesondere die Beziehungsgestaltung zwischen Lehrperson und Schüler*in, wird als nicht ersetzbar angesehen. Gleichzeitig zeigen sich die befragten Lehrpersonen offen gegenüber KI in unterstützenden Funktionen in anderen Teilbereichen des Schulalltags. Die Arbeit liefert damit praxisnahe Einblicke in den pädagogisch reflektierten Umgang mit KI im Primarschulbereich und betont die Notwendigkeit klarer Rahmenbedingungen, gezielter Fortbildungsangebote und einer Beschäftigung mit der Rolle von KI im Bildungswesen.

Zitieren

Zitierform:
Zitierform konnte nicht geladen werden.

Rechte

Nutzung und Vervielfältigung:
Alle Rechte vorbehalten