Gendersensible Sprache für einen diskriminierungsfreien Raum in der Primarschule
Die Themen Gendersensibilität und gendersensible Sprache sind in den letzten Jahren immer relevanter geworden. Da es noch keine einheitlichen Regeln gibt, wie diese Sprachform eingesetzt werden sollte, ist es für Schulen schwierig, einen für alle Beteiligten zufriedenstellenden Umgang damit zu finden und in der Praxis umzusetzen (Palzkill, Pohl, Scheffel, Baginski & Müller, 2023). Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, wie Lehrerinnen ihre Sprache dem aktuellen Sprachwandel anpassen können, um einen möglichst diskriminierungsfreien Raum für Schülerinnen, Lehrerinnen und weitere Beteiligten gewährleisten zu können. In diesem Zusammenhang sollten folgende Forschungsfragen beantwortet werden: Hauptfragestellung: Wie kann ich als Lehrperson im Klassenzimmer einen diskriminierungsfreien Raum schaffen? Subfragestellung: Auf welche Weise können Lehrpersonen ihre Sprache dem aktuellen Sprachwandel anpassen, damit ein möglichst diskriminierungsfreies Lernklima geschaffen wird? Um diese Fragen zu beantworten wurde ein qualitativ-empirischer Forschungsansatz gewählt. In diesem Zusammenhang wurden für diese Arbeit drei leitfadengestütze Expertinnen-Interviews durchgeführt. Diese Methode ermöglicht tiefgehende Einblicke in die Expertise und Erfahrung der interviewten Personen. Aufgrund der Interviews wurden qualitative Daten erhoben, welche zur Beantwortung der Forschungsfragen beitragen (Mayring, 2022). Die Auswertung der erhobenen Daten zeigt auf, dass es möglich wäre, gendersensible Sprache auf der Primarschule anzuwenden. Es wird jedoch auch sichtbar, dass dazu verschiedene Faktoren gegeben sein müssen, damit gendersensible Sprache nachhaltig in der Schulkultur verankert- und schliesslich auch umgesetzt werden kann. Dazu gehören beispielsweise die Voraussetzung, dass die Schule gemeinsam das Ziel gendersensible Sprache anzuwenden verfolgt, dass sich durch externe Unterstützungsmöglichkeiten Hilfe geholt wird, dass sich Lehrer*innen mit der Thematik auseinandersetzen und noch Weitere. Der nächste Schritt wäre nun, gendersensible Sprache in der Praxis anzuwenden, um mehr Erfahrungswerte für weiterführende Forschungen zu erhalten.