Lässt sich bei sportlich geförderten Kindern die Übertragung sportlicher Motivation in das schulische Umfeld beobachten? : Eine ethnografische Untersuchung zur schulischen Wirkung sportlicher Förderung

Diese Bachelorarbeit beinhaltet eine ethnografische Beobachtung zum Thema Motivation, welche an Schulen mit Sportförderung durchgeführt wurde. Die Forschungsfrage lautete: Lässt sich bei sportlich geförderten Kindern die Übertragung sportlicher Motivation in das schulische Umfeld beobachten? Es wurden dazu Kinder beiden Geschlechts im Alter zwischen 14 und 15 Jahren, welche sportlich gefördert werden, in verschiedenen Unterrichtseinheiten auf motivationale Merkmale beobachtet. Die Beobachtungen fanden ohne Teilnahme des Beobachtenden statt, um Verfälschungen zu verhindern und die Konzentration hochzuhalten. Die Beobachteten wussten nicht, wer beobachtet wurde und konnten die Beobachtung daher nicht manipulieren. Die beobachtete Motivation war überdurchschnittlich und konnte über Codes in der Theorie verortet werden. Es wurden nicht nur positive Auswirkungen beobachtet und nicht jedes Verhalten war gleich erwünscht. In der Diskussion werden insbesondere die Unterschiede zwischen Motivation und Volition thematisiert sowie mögliche soziale Implikationen beleuchtet. Als Fazit stellte sich heraus, dass es sich lohnt, Kinder sportlich zu fördern, da die Motivation beobachtbar ist, sowohl im schulischen als auch im sozialen Kontext. Dazu wäre die Lehrperson weiter auszubilden und das schulische Umfeld etwas weg von bisherigen Konzepten, hin zu Körpererfahrungen zu verändern. Zukünftige Forschung könnte durch eine breitere Stichprobe, Kontrollgruppen und gezielte Betrachtung volitionaler Prozesse ergänzt werden. Es ist weiter denkbar, Forschung zu Willen an sich und/oder einer motivationalen Sättigung zu betreiben.

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