Rassismus im Klassenzimmer : Ansätze zur Sensibilisierung von Lehrpersonen und Primarschulkindern

Die vorliegende Bachelorarbeit wurde zum Thema „Rassismus im Klassenzimmer“ verfasst. Da Rassismus ein tief verankertes, strukturelles Problem in der Gesellschaft darstellt, widmet sich diese Arbeit der Frage, wie Lehrpersonen im schulischen Alltag einen Raum schaffen können, der sensibel gegenüber Diskriminierung ist und Vielfalt anerkennt. Im ersten Teil der Arbeit wird die theoretische Grundlage gelegt, wobei Begriffe definiert und in einen schulischen Kontext eingeordnet werden. Daneben wird auf die Herkunft von Rassismus eingegangen und aufgezeigt, wie sich diese historischen Strukturen entwickelten und sich noch bis heute in unserer Gesellschaft zeigen. Zur Beantwortung der Hauptfragestellung, “Wie kann ich als Lehrperson im Klassenzimmer einen rassismusfreien Raum schaffen?“ wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt. Dazu wurden Interviews mit Expertinnen aus dem Bildungsbereich geführt, die im Umgang mit Rassismus in Schule und Unterricht tätig sind. Die Auswertung erfolgte anhand der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring (2022, S. 61 f.) mittels induktiver Kategorienbildung (Mayring, 2022, S. 86). Die Analyse zeigt auf, dass Lehrpersonen eine zentrale Rolle bei der Gestaltung eines rassismuskritischen Klassenzimmers spielen. Wesentliche Aspekte sind dabei die Selbstreflexion der eigenen Haltung, der wichtigen Vorbildsfunktion, die Repräsentation von Vielfalt im Unterricht sowie der aktive Umgang mit Vorfällen im Schulalltag. Es wurde deutlich, dass ein vollständig rassismusfreier Raum nicht realistisch ist, jedoch durch eine klare Haltung und kontinuierliches Engagement ein rassismuskritisches Lernumfeld geschaffen werden kann.

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