Ich bin auch dabei! : Bewegungsanlässe in der Schulzeit aus der Perspektive von Personen im Rollstuhl. Eine Untersuchung zur Inklusion im schulischen Alltag

In dieser Arbeit wurde die folgende Fragestellung thematisiert: «Was erzählen Personen im Rollstuhl über Bewegungsanlässe, welche sie in ihrer eigenen Schulzeit erlebt haben?» Dazu wurde zuerst der theoretische Hintergrund dargelegt. Es wurde thematisiert was Bewegungsanlässe sind und was der Sinn hinter Bewegung im Schulalltag ist. Anschliessend wurde das Prinzip der inklusiven Schule vorgestellt. Dies beinhaltet auch die Behindertenrechtskonvention der UNO sowie deren Auswirkungen auf die Schule. Es wurden Herausforderungen und Grenzen der Inklusion in der Schule besprochen sowie aktuelle politische Diskussionen zum Thema. Im Theorieteil werden ebenfalls Projekte und Modelle zur Inklusion vorgestellt. Die Daten wurden anhand von drei narrativen Interviews mit Personen, die bereits zur Schulzeit im Rollstuhl waren, erhoben. Die anschliessende Analyse ergab vielfältige Einblicke in das Erleben von Inklusion im schulischen Alltag. So konnte anhand dieser Untersuchung festgestellt werden, dass es in der Schweiz ein eher integratives Schulsystem gibt und noch kein inklusives. Weiter wurde festgestellt, dass Kinder weniger Berührungsängste und Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen haben, wenn sie von klein auf damit in Kontakt sind. Bei dieser Untersuchung konnte ermittelt werden, dass entgegen der Theorie, die Bewegungsanlässe oft gemeinsam stattfinden. Bestätigt werden konnte allerdings, dass die Lehrpersonen oft zu wenig Fachwissen haben für eine gelingende Inklusion und dass es deshalb sehr viel Unterstützung und Beratung braucht. Bei der Analyse der Daten resultierte, dass die Haltung der Lehrperson sehr wichtig ist und eine Andersbehandlung nicht gerne angenommen wird. Eine offene Kommunikation, viel Unterstützung und auch eine gewisse Eigeninitiative scheinen unverzichtbar zu sein. Zu einer gelungenen Inklusion gehört auch, dass das Kind mit einer Behinderung Freunde in der Klasse hat. Dies erscheint als sehr wichtiger sozialer Faktor.

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