Fallstudie zur Sekundarschule «Gründorf»

GND
1082107026
Zugehörigkeit
Pädagogische Hochschule Thurgau
Kohlstock, Barbara;
Zugehörigkeit
Pädagogische Hochschule Zürich
Schuler, Patricia

In der Theorie bzw. in den Modellen zur Bildungssteuerung und -gestaltung gilt Schulleitungshandeln als zentraler Faktor für Schulentwicklung. Die Initiative und das fortdauernde Engagement von Schulleitenden ermöglichen Schulen, Änderungen hinsichtlich des Unterrichts sowie des Lernens der Schülerinnen und Schüler zu erzielen, so dass im optimalen Fall verbesserte Lernleistungen nachgewiesen werden können. Da sich für das Schulleitungshandeln keine oder kaum Mono-Kausalitäten bilden lassen, fällt die Ergründung und Erfassung von erfolgreichem Schulleitungshandeln schwer, insbesondere wenn ein systematisches und quantitatives Monitoring generell fehlt. Die hier unter-suchte deutschschweizerische Primarschule wurde untersucht, indem 10 Interviews zu erfolgreichem Schulleitungshandeln aus akteursspezifischer Mehrebenenperspektive der Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen, Eltern, der Schulverwaltung und von Behördenmitgliedern inhaltsanalytisch ausgewertet wurden.

Es zeigte sich, dass erfolgreiches Schulleitungshandeln in verschiedenen Aufgabenbereichen nachgewiesen werden konnte: Die Schulleitung initiiert und engagiert sich für die Schulentwicklung, sie hat an der Schule ein kohärentes Unterrichtsführungssystem etabliert, sie legt den Fokus auf professionelle Kapazität und fördert ein schüler:innenzentriertes Lernklima. Die Schule wirkt insgesamt wie ein enger Verbund von Akteuren, in dem den Lehrpersonen hohe Autonomie zugestanden wird und der durch vertrauensvolle Beziehungen, gegenseitige Wertschätzung, partizipative Eingebundenheit eng zusammengehalten wird. Von aussen werden im schulischen Umfeld hohe bzw. formale Erwartungen an das schulische Subsystem herangetragen, was zu Reibungen führt.

Eine niederschwellige, zielgerichtete und in unterschiedlichen Formaten bearbeitete bzw. aktiv gestaltete Informationspolitik könnte sowohl die externen Zielgruppen in ihrem Bedürfnis nach Information und Kommunikation befriedigen als auch die Reputation der Schule im direkt angrenzenden Subsystem positiv beeinflussen.

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