Chancen und Gefahren der Wortschatzarbeit im bilingualen Sachfachunterricht : Erfahrungs- und forschungsbasierte Anmerkungen zum Bereich Lexik im bilingualen Geschichtsunterricht auf der Sekundarstufe I

Zugehörigkeit
Pädagogische Hochschule Thurgau
Imgrund, Bettina

Bilingualer Sachfachunterricht wird heute als eines der mächtigsten Instrumente angesehen, um die Mehrsprachigkeit in Europa zu fördern (vgl. Wolff, 2002: 67f). Dem schliesst sich auch das Gesamtsprachenkonzept von 1998 (unibas.ch bes. am 01.12.08) an, wenn es fordert, im Fremdsprachenunterricht der Schweiz verschiedene Formen des zwei und mehrsprachigen Unterrichts zu erproben. Legitimiert wird diese Forderung auf mehreren Ebenen: Erstens durch Forschungsergebnisse, die bei bilingualem Sachfachunterricht einen erheblichen
Gewinn in der Zielsprache verzeichnen; zweitens durch die Möglichkeit, die Auseinandersetzung mit der Fachsprache zu vertiefen. Drittens werden infolge der methodischen Umsetzung, also dem integralen Lernen von sprachlichen und fachlichen Inhalten, sowie der Variation von Lehr und Lernformen, motivational
günstige Wirkungen auf der Lernerseite erwartet. Neben der Frage der Lernstrategien (Helbig, 1998: 44ff) und des Fremdverstehens (LamsfussSchenk, 2000:74ff; 2008) ist die Auseinandersetzung mit fachsprachlichen Mitteln und
dabei vor allem mit der Lexik für den bilingualen Sachfachunterricht ein wichtiges Anliegen. Ausgehend von eigenen Unterrichtserfahrungen zum Wortschatz im bilingualen Geschichtsunterricht sollen deshalb in einem ersten Schritt die Ziele des Gesamtsprachenkonzepts aus der Lehrperspektive durch praktische Beispiele illustriert werden. In einem zweiten Schritt werden gestützt auf eigene Forschungen, welche die Lernerperspektive fokussieren kritische Aspekte der Wortschatzarbeit benannt. Dies geschieht mit dem Ziel, den Blick für weitere Planungsarbeiten zu gunsten dieser derzeit sehr populären Unterrichtsform zu schärfen.

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